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Künstlerporträts

In der zweiten Auflage der „Lebensbeschreibungen“, die 1568 in Florenz erschien, hatte Vasari diese nicht nur grundlegend überarbeitet und ergänzt, sondern auch den einzelnen Viten einen Holzschnitt mit dem Porträt des jeweiligen Künstlers vorangestellt. Diese Bildnisse dienten als Vorlage für die Porträtmedaillons im oberen Fries der Sala Grande, für die Vasari aus den insgesamt 159 Viten dreizehn Künstler auswählte, denen seine besondere Wertschätzung galt: Cimabue und Giotto als Vorläufer, Brunelleschi, Donatello sowie Masaccio als die Begründer der Renaissancekunst, denen Leonardo da Vinci, Raffael und schließlich der zeitlebens von Vasari bewunderte Michelangelo folgen. Des weiteren finden sich die Porträts der beiden Raffael-Schüler Perin del Vaga und Giulio Romano, Andrea del Sartos, dem Lehrer Vasaris, und Rosso Fiorentinos, dessen Kunst Vasaris frühe Arbeiten maßgeblich beeinflusste. Schließlich ist noch Francesco Salviati abgebildet, mit dem Vasari gemeinsam in Rom gearbeitet hatte. Mit dieser Bildnisreihe, die der Tradition der „uomini illustri“ zuzuordnen ist, gelang es Vasari, das neu gewonnene Selbstbewusstsein des Künstlers im 16. Jahrhundert eindrucksvoll zu versinnbildlichen.

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